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2011 wurde weniger Gas verbraucht
veröffentlicht: 24.01.2012
2011 war ein vergleichsweise warmes Jahr. Da die Heizungen nicht auf höchster Stufe laufen mussten, um es angenehm warm zu haben, ist der Energieverbrauch in der Bundesrepublik um knapp fünf Prozent gesunken. Benötigt wurden, so die ersten Zahlen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen, rund 458 Millionen Tonnen Steinkohleeinheiten. Bemerkbar gemacht hat sich das milde Wetter vor allem beim Gas, dessen Absatz um 10 Prozent nachließ. Zu den Verlierern zählt auch die Atomkraft. Ihr Anteil am Energieverbrauch betrug 2011 nur noch neun Prozent.
Auswirkungen haben die Temperaturen auch auf den US-amerikanischen Gasmarkt. Die Nachfrage nach dem Energieträger wird derzeit als „äußerst schwach“ bezeichnet. In der Folge fiel der Gaspreis in den USA vorige Woche auf einen absoluten Tiefststand. Er verlor knapp sechs Prozent. Experten sprechen vom niedrigsten Niveau seit zehn Jahren. Die geringe Nachfrage führt jedoch nicht nur zu einem günstigeren Gaspreis, sondern auch zu vollen Lagern. Wurden im Vorjahr 228 Milliarden Kubikfuß Lagerbestand abgebaut, waren es bislang gerade einmal 87 Milliarden Kubikfuß. Nichtsdestotrotz wird weiter auf Hochtouren Gas gefördert. Das könnte spätestens im Frühjahr dazu führen, dass die Lagerkapazitäten knapp werden.
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