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Gazprom macht Zugeständnisse beim Gaspreis
veröffentlicht: 19.01.2012
Über den Gaspreis lässt der russische Monopolist Gazprom nur äußerst ungern mit sich reden. Das haben in der Vergangenheit viele Versorger zu spüren bekommen. Mit ihrem Bemühen, Rabatte und faire Lieferbedingungen auszuhandeln, um einen günstigeren Gaspreis realisieren zu können, bissen sie beim Energieriesen bislang auf Granit. Inzwischen scheint man aber auch bei Gazprom erkannt zu haben, dass die Unternehmen sich nicht grundlos beschweren oder Klage führen. Einigen europäischen Versorgern räumt der Konzern daher neue und teils deutlich bessere Konditionen ein.
Von der Gaspreissenkung profitieren Wingas aus Deutschland, GdF Suez aus Frankreich, SPP aus der Slowakei, Econgas aus Österreich und Sinergie Italiane. Grund für das Einlenken aus Moskau sind die Marktbedingungen. Gas kann inzwischen wesentlich günstiger am Spotmarkt eingekauft werden als über die langfristigen und an den Ölpreis gekoppelten Verträge mit Gazprom. Gleichwohl deckt der Konzern nach wie vor rund 25 Prozent des europäischen Gasbedarfs. Wie hoch die Rabatte jetzt ausfallen, darüber schweigt sich das russische Unternehmen aus. In Italien spricht man von „großen Zugeständnissen“. Die neuen Bedingungen gelten für zwei bis drei Jahre, wobei sich Gazprom ein Hintertürchen offenhält: Ändern sich die Rahmenbedingungen, stehen neue Verhandlungen an.
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