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Gaspipelines: RWE soll bei South Stream einsteigen
veröffentlicht: 12.07.2010

Derzeit stehen gleich zwei Gaspipelines Richtung Europa in den Startlöchern und sollen 2014 bzw. 2015 fertiggestellt sein. Einerseits die Nabucco-Pipeline, die von der Europäischen Union unterstützt wird. Andererseits die von Russland forcierte South Stream Gaspipeline. Nabucco soll rund 3.300 Kilometer lang werden und umgeht ganz bewusst das russische Territorium. Ziel der EU ist es, etwas mehr Unabhängigkeit vom größten Erdgaslieferanten zu erreichen. Das Gas, das von der Türkei nach Österreich transportiert wird, stammt unter anderem aus dem Nordirak, Turkmenistan und Aserbaidschan. Angestrebt wird eine Leistung von 31 Milliarden Kubikmetern. Deutlich mehr erhoffen sich die Betreiber von South Stream: rund 63 Milliarden Kubikmeter. Das Gas soll aus Russland durch das Schwarze Meer Richtung Bulgarien und von dort nach Italien und Österreich geleitet werden. Russland kommt es bei diesem Projekt in erster Linie darauf an, die Ukraine außen vor zu lassen, weil es in der Vergangenheit immer wieder Streit um den Transit gegeben hat. An South Stream sind neben Gazprom auch die Konzerne EDF aus Frankreich und ENI aus Italien beteiligt. Wunsch von Gazprom ist jetzt, dass auch die RWE mit ins Boot kommt. Der deutsche Gasversorger ist allerdings schon im Nabucco-Konsortium, das zerbrechen könnte, wenn die RWE zur Konkurrenz wechselt.

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