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Weißrussland will Transitleitungen blockieren
veröffentlicht: 28.06.2010
Der Streit zwischen Russland und Weißrussland schwelt weiter. 187 Millionen Euro waren aus Minsk nach Moskau überweisen worden, um die Gasrechnung zu begleichen. Auf der anderen Seite verlangt Weißrussland jetzt, dass der Nachbar 32 Millionen US-Dollar Transitgebühren zahlt. Die Rechnung der weißrussischen Regierung beläuft sich auf insgesamt 260 Millionen US-Dollar, von denen 228 Millionen bereits gezahlt wurden. Sollte Russland nicht auf die Forderung eingehen, droht Weißrussland, die Pipelines Richtung Westen dicht zu machen. Diese Maßnahme würde vor allem Litauen zu spüren bekommen. 100 Prozent der Gaslieferungen kommen über Weißrussland. Die Folgen für Europa wären aktuell nicht ganz so dramatisch. Hier beträgt der Anteil nur 6,25 Prozent. In Deutschland sind es 2,0 bis 2,5 Millionen Gas, die über Weißrussland geliefert werden und momentan vornehmlich gespeichert werden. Sergej Kupijanow, Sprecher des russischen Gasversorgers Gazprom, hält die Forderung für gegenstandslos und weist auf einen Zusatz zum Transitvertrag zwischen Gazprom und Beltrangas hin, der demnächst unterzeichnet werde.
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