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Der Gasstreit zwischen Russland und Weißrussland geht weiter
veröffentlicht: 21.06.2010
Den Streit um die Gaspreise haben Russland und Weißrussland im Januar mit einem neuen Liefervertrag beilegen können. Nachdem Minsk die Rechnung allerdings nicht bezahlt hat – wir berichteten –, droht der Gasstreit jetzt zu eskalieren. Heute könnte Gazprom den Hahn Richtung Weißrussland zudrehen. Unternehmenssprecher Sergej Kuprijanow erklärte: „Gazprom ist bereit, an diesem Montag die Lieferungen nach Weißrussland um 85 Prozent zu verringern.“ Russland beharrt darauf, dass die Rechnung über 192 Millionen US-Dollar beglichen wird. Weißrussland hingegen behauptet, es stünden noch 200 Millionen US-Dollar für die Weiterleitung aus. Beide Beträge könnten miteinander verrechnet werden, so der weißrussische Vize-Energieminister Eduard Towpinez. Sollte sich keine Lösung finden und die Lieferung gedrosselt, werden, will Minsk die Transitpipeline anzapfen. Da es sich um die wichtigste Pipeline Richtung Westen handelt und Gazprom-Chef Alexej Miller die Verträge mit den westlichen Kunden einhalten möchte, soll das Gas möglicherweise durch die Ukraine nach Polen gepumpt werden. Im Gespräch ist mittlerweile auch eine Klage.
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