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Gazprom setzt auf Ölpreisbindung
veröffentlicht: 31.05.2010
Alexander Medwedew, Export-Chef des russischen Gasmonopolisten Gazprom, geht davon aus, dass die Spotmarktpreise (tagesaktuell ermittelt) für Gas auf Dauer – innerhalb von zwei bis drei Jahren – auf dem gleichen Niveau sein werden wie für Öl-indexiertes Gas. Hintergrund für diese Prognose ist die aus Sicht von Gazprom weiterhin steigende Gasnachfrage. Die Phase billigen Gases, derzeit immerhin 50 Prozent günstiger, sei daher nur von kurzer Dauer. Aktuell können sich die großen Gasimporteure, zu denen auch die deutsche Eon Ruhrgas gehört, 15 Prozent der benötigten Gasmenge auf den Spotmärkten beschaffen. Mehr Spielraum will Gazprom nicht einräumen. Der Markt in Kontinentaleuropa sei dafür nicht tief genug. Es gebe zu wenige Käufer und Verkäufer, die sich am Handel beteiligten. „Die Spotmärkte sind noch viel zu unreif, um als Referenzmarke für Erdgas zu dienen“, so Medwedew. Er setzt vielmehr auf langfristige Lieferverträge, deren Preisgestaltung sich nach wie vor zeitversetzt an der Entwicklung des Ölmarktes orientiert. Nur so sei es möglich, große Pipelineprojekte wie South Stream in Angriff nehmen zu können und die Lücke zwischen Angebot und Nachfrage dauerhaft zu schließen.
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