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E.ON beteiligt sich an der Trans Adriatic Pipeline
veröffentlicht: 21.05.2010
TAP, Trans Adriatic Pipeline, nennt sich ein ehrgeiziges Projekt, mit dem Gas vom Kaspischen Meer und aus dem Nahen Osten nach Europa transportiert werden soll. 1,5 Milliarden Euro kostet die Pipeline, die von der Europäischen Union gefördert wird und eine Strecke von rund 520 Kilometern umfasst, von Thessaloniki durch Albanien, unter der Adria her bis nach Italien. Mit von der Partie ist jetzt auch der Energiekonzern E.ON. Er ist mit 15 Prozent beteiligt, der Schweizer Versorger EGL und der norwegische Konzern Statoil halten jeweils 42,5 Prozent. TAP gilt als Konkurrenzprojekt zur Nabucco-Pipeline, die mit 7,9 Milliarden Euro weitaus teurer, dafür aber auch schon wesentlich weiter vorangeschritten ist. So steht bereits ein stabiler Rechtsrahmen durch Abkommen mit den Transitländern. Die Gas-Pipeline, an der die RWE beteiligt ist, wird immerhin 3.300 Kilometer lang und hat eine Kapazität von 31 Milliarden Kubikmetern. Bei der TAP werden rund 20 Milliarden Kubikmeter angestrebt. Für die nötige Liefersicherheit bei Engpässen soll im Rahmen des TAP-Projektes zukünftig ein Erdgasspeicher in Albanien sorgen.
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