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Gasag-Verkauf scheitert am Preis
veröffentlicht: 10.05.2010
Der Berliner Gasversorger Gasag gehört zu 31,6 Prozent Vattenfall Europe und zu 36,9 Prozent der Eon Ruhrgas. Die restlichen Anteile hält der französische Konzern Gaz de France International. Vattenfall und Eon hatten im vergangenen Jahr kooperiert, um ihre Gasag-Anteile zu verkaufen. Rund zehn Angebote sollen vorgelegen haben. Aber keines entsprach den Vorstellungen der Unternehmen. Ursächlich sei in erster Linie die Finanzkrise. Vattenfall will jetzt vorerst keine weiteren Schritte Richtung Verkauf planen. Von Eon gab es bislang noch keine Stellungnahme.
Interesse an der Gasag, dem ältesten deutschen Gasversorger hatte auch die Stadt Berlin geäußert. Ziel von Wirtschaftssenator Harald Wolf (Linke) war es, Einfluss auf die Gaspreise nehmen zu können, die seit 2008 stetig gestiegen waren. Die schlechte Finanzlage der Stadt verhinderte ein weiteres Engagement. Für Berlin wäre es durchaus interessant gewesen. Denn die Gasag – Jahresumsatz 1,1 Milliarden, Betriebsgewinn 190 Millionen – hat in der Hauptstadt einen Marktanteil von etwa 86 Prozent und gilt als Europas größter kommunaler Gasversorger.
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