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E.ON legt Streit mit der EU bei und öffnet sein Gasnetz
veröffentlicht: 7.05.2010
E.ON, Deutschlands größter Energieversorger, wird zukünftig große Kapazitäten des eigenen Fernleitungsnetzes für Mitbewerber freigeben. Der Konzern folgt damit der Forderung der EU-Kommission, die sich seit 2007 mit der Wettbewerbssituation auf dem Energiesektor befasst. Dabei war aufgefallen, dass E.ON den Großteil der Transportkapazitäten an den Einspeise-Punkten seines Gasfernleitungsnetzes selbst in Anspruch nahm. Aus Sicht der Kommission wurden damit andere Unternehmen vom Markt ausgeschlossen. Der Vorwurf lautete, E.ON nutze seine marktbeherrschende Stellung aus.
EU-Wettbewerbskommissar Joaquín Almunia zeigt sich mit der Entscheidung des Konzerns sehr zufrieden: „Mit den heutigen Zusagen haben wir eine weitreichende Lösung gefunden, die den Wettbewerbern von E.ON Zugang zu den Transportkapazitäten bieten, die sie für ihren Markteintritt benötigen.“ Er hofft jetzt auf einen besseren Wettbewerb zugunsten der Privat- und Unternehmenskunden. Das Verfahren gegen E.ON wurde eingestellt. Vorgesehen ist, dass die Buchungen beim Tochterunternehmen E.ON Gastransport bis Oktober 2013 auf 54 Prozent der Importkapazitäten herabgefahren werden, um die frei werdenden Kapazitäten „diskriminierungsfrei“ vermarkten zu können.
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