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Verbraucherzentrale Hamburg verhandelt mit Gasfirmen
veröffentlicht: 4.05.2010
Verkehrte Welt: Normalerweise wenden sich Kunden an die Verbraucherzentrale. In Hamburg stehen jetzt aber die Gasanbieter Schlange und buhlen um die Gunst der Verbraucherschützer. Hintergrund: Mindestens 10.000 ehemalige E.on-Hanse-Kunden, die aufgrund einer juristisch umstrittenen Preisänderungsklausel die Kündigung erhalten hatten, sind auf der Suche nach einem neuen, günstigen Gasanbieter. Dabei hilft die Verbraucherzentrale und verhandelt derzeit über die Konditionen. Kein Wunder also, dass die „Lieferanten“ großes Interesse an dem Pool neuer Kunden haben.
E.on Hanse hat den Betroffenen zwar ein Angebot gemacht und einen Bonus von 80 Euro geboten. Die Verbraucherzentrale möchte aber mehr herausholen und organisierte dazu eine Gemeinschaft. 2.500 Interessenten sind bislang mit von der Partie, sagt Günter Hörmann, Chef der Verbraucherschützer. Aktuell liegen ihm acht bis neun Angebote von anderen Gasunternehmen vor. Die werden jetzt miteinander vergleichen. Dass dabei günstigere Gaslieferpreise herausspringen, davon ist man in Hamburg überzeugt. Es sei eine kollektive Antwort auf den Massenrauswurf, mit der man das Monopol aufweichen könne.
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