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Gaspreise vergleichen - Informationen zu Gas und zum Gas sparen  
 
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Ursachendarstellung der steigenden Gaspreise

Die florierende Wirtschaft in den ostasiatischen Ländern hat die Verhältnisse in Angebot und Nachfrage nach Erdgas grundlegend verändert. Insbesondere das expansive China mutierte in kürzester Zeit zu einem Großabnehmer primärer Energieerzeugnisse: Dies erklärt sich dadurch, dass die dortigen Industrien und die modernen Privathaushalte einen erhöhten Bedarf an Strom und an Heizsystemen verzeichnen.

Gemäß einer Statistik der BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) sind die Einkaufspreise für Erdgas in den Jahren 2004-2007 um cirka 90 % empor geklettert. Jedoch lässt sich diese Preiserhöhung nicht nur aufgrund des Wirtschaftswachstums im asiatischen Raum erklären.

In der Regel muss man den Gaspreis in direkter Koppelung mit dem Rohölpreis (Barrelrate) betrachten: Dies hängt damit zusammen, weil sowohl Erdgasvorräte als auch Ölreserven im Bedarfsfall dazu genutzt werden können, um gigantische Elektrizitätskontingente zu produzieren. Strom wiederum ist die Energie, die unabdingbar ist für den Betrieb von Industrieanlagen.

Nun ist es so gewesen, dass zahlreiche erdölexportierende Länder (darunter der Irak und Bolivien) in den letzten Jahren Kriege und politische Umwälzungen durchmachen mussten, was den Ölpreis auf den Gesamtmarkt nach oben katapultierte. Dadurch werden die Marktwirtschaften der Industrienationen in eine Bredouille gebracht und sie sehen im Erdgas eine preiswertere Alternative für die Stromerzeugung. Summa summarum aber führt die Attraktivität von Gas als Elektrizitätsquelle zu seiner Preiserhöhung, weil die Gaslieferanten hier neue Absatzmärkte wittern.

Während der Preis pro Kilowattstunde in Berlin damals (2004) ungefähr 2,7 Cents betrug (GASAG-Tarif), muss man als Kunde in der Hauptstadt heutzutage fast das Doppelte berappen: nämlich 5,2 Cents pro Einheit.

Auch die jüngste Boykotthaltung der Ukraine als ein Transitland für Gaspipelines, die nach Deutschland führen, hat den Preisdruck der gasliefernden Unternehmen verschärft.

Der Endverbraucher profitiert im Endeffekt nur ein wenig von der Novellierung der wettbewerbsrechtlichen Situation der Gasversorgung. Hierdurch dürfen nun auch Konkurrenzunternehmen der ehemaligen Monopolisten um die Gunst des Kunden buhlen und bringen damit Dynamik in die Preispolitik.

 

Wie wird Erdgas gewonnen?

Erdgas ist ein fossile Energie, die unter der Oberfläche der Erde und unter dem Grund des Meeres auf der ganzen Welt verteilt in großen Mengen vorkommt und so nicht nur über Land, sondern auch in den Meerestiefen und in den polaren Regionen gefördert wird.

Für das Auffinden von Erdgas haben Geologen, Geochemiker und -physiker vier verschiedene Möglichkeiten entwickelt. Am seltensten, weil am ungenauesten, wird das geoelektrische Verfahren angewendet, das Erdströme untersucht. Die Messung von magnetischen Kraftfeldern liegt der erdmagnetischen Suchmethode zu Grunde und die gravimetrische Methode bedient sich der Schwerkraft und der Gesteinsdichte, mittels deren Vergleich auf Erdgasvorkommnisse geschlossen werden kann oder nicht. Die genauesten Ergebnisse erzielt das seismische Reflexionsverfahren, bei dem mit Hilfe von Schallwellen nach Erdgas gesucht wird.
Kann auf Grund der Messergebnisse das Vorhandensein von Erdgaslagerstätten angenommen werden, muss eine Aufschlussbohrung den tatsächlichen Tatbestand ermitteln und feststellen, ob sich eine Förderung rentiert.

An Land kommt üblicherweise das Rotary-Verfahren zum Einsatz. Bei dieser Tiefbohrtechnik dringt der Bohrmeißel in rotierenden Bewegungen bis zu sieben Kilometer tief in die Erde. Bei erfolgreicher Probebohrung wird die Produktionsbohrung vorbereitet, indem der Bohrturm abgebaut und das entstandene Bohrloch erweitert wird.

Auf den sogenannten Bohrinseln wird Erdgas im Meer gefördert. Dabei bildet der aus dem Wasser ragende Teil der Bohrinsel nur einen Bruchteil der gesamten Anlage für die sogenannte Offshorebohrungen. Das Verfahren beruht mittlerweile ausschließlich auf der Horizontalbohrtechnik, bei der auf nur einer Plattform bis zu 60 Bohrungen gleichzeitig angesetzt werden können.  Erdgas, das auf diesem Wege gefördert wurde und per Schiff weiter transportiert werden muss, wird auf -162 Grad runter gekühlt, damit es sich verflüssigt und so sein Ursprungsvolumen effizient verringern kann.

Soll das Erdgas seinen Endverbraucher über Land erreichen, muss es oft lange Wege durch das europäische Erdgas-Pipeline-Netz zurücklegen. Dabei regulieren Verdichter-Stationen die Fließgeschwindigkeit des Gases, damit in der Pipeline immer der richtige Druck herrscht.

 

 


 

 

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